Neuerscheinung: Wirtschaftsethik 4.0. Der digitale Wandel als wirtschaftsethische Herausforderung, hg. v. Traugott Jähnichen und Joachim Wiemeyer

In der Wirtschaftsgeschichte waren es immer wieder innovative Schlüsseltechnologien, die neue Phasen des Wirtschaftens, Arbeitens und Lebens der Menschen vorantrieben. Heute ist es die Digitalisierung als eine "Querschnittstechnologie", die ähnlich wie vor mehr als 100 Jahren der elektrische Strom alle Lebensbereiche durchdringt. Neben den Wohlfahrtsgewinnen und einer Verbesserung der Lebensqualität auf Grund dieser technischen und wirtschaftlichen Wandlungsprozesse sind auch Risiken zu bedenken, die eine aktive Gestaltung erforderlich machen: Die Konsequenzen dieser grundlegenden Veränderungen der Wirtschaft (Wirtschaft 4.0) für die Arbeitswelt, Verbraucher, Entwicklungs- und Schwellenländer sowie die Umwelt stellen sozialethische Herausforderungen dar, die in diesem Band in ökumenischer Perspektive von einem römisch-katholischen und einem evangelischen Sozialethiker diskutiert werden.

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Neuerscheinung: Hermeneutik, hg. v. Clemens Wustmans und Maximilian Schell

Wie funktioniert Verstehen? Die Grundfrage der Hermeneutik als Wissenschaftsdisziplin konfrontiert eine Theologie, die nicht nur innerhalb eigener Mauern relevant sein will, sondern öffentlich zu Herausforderungen einer komplexen Wirklichkeit Stellung bezieht, zwangsläufig mit der Frage, auf welchem Fundament sie steht und wie sie angesichts der Pluralität biblischer Traditionen Kriterien des Verstehens benennen und Orientierung geben kann.
Dreizehn Beiträge widmen sich fundamentaltheologischen sowie konkreten materialethischen Themen und beleuchten deren hermeneutische Dimensionen.
Mit Beiträgen von Jürgen Ebach, Michael Weinrich und Traugott Jähnichen

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Redaktionswechsel der ZEE von München nach Bochum

Seit dem 1. April 2019 wird die renommierte Zeitschrift für Evangelische Ethik (ZEE) am Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre herausgegeben. Prof. Dr. Traugott Jähnichen übernimmt von Prof. Dr. Rainer Anselm (Ludwig-Maximilians-Universität München) die geschäftsführende Herausgeberschaft. Verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift ist Nathalie Eleyth.
Die ZEE versteht sich als Forum für Fachdiskussionen auf dem Gebiet der protestantischen Ethik. Sie ist in ihrem Bereich die führende Zeitschrift im deutschsprachigen Raum. Das Feld reicht von grundlegenden Problemen der theologischen und philosophischen Ethik bis zu sehr speziellen Anwendungsfragen. Dazu gehören Diskussionen um eine gerechte Wirtschaftsordnung ebenso wie Debatten der Medizin- und Bioethik, der Natur- und Umweltethik, der Kultur, der Vielfalt der Lebensgemeinschaften usw. Die Fachzeitschrift widmet sich aktuellen Themen, präsentiert aber ebenfalls Studien zur Geschichte der evangelischen Ethik und sucht den Austausch mit angrenzenden theologischen Disziplinen.
Die ZEE wird seit 1957 herausgegeben und erscheint vier mal im Jahr.

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Maximilian Schell erhält den Ernst-Wolf-Preis 2019

Maximilian Schell, derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre, erhält den Ernst-Wolf Preis 2019 für seine an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum eingereichte Diplomarbeit mit dem Thema „Versöhnungsprozesse am Beispiel Ruandas. Zur Bedeutung der Raumdimension in kirchlichen Versöhnungsprozessen am Fallbeispiel der Gemeinde Remera im post-genozidalen Ruanda“.


Studienreise nach Ruanda und in den Ost-Kongo

Im Februar 2018 unternahm eine Gruppe von Promovierenden und Mitarbeitenden der Evangelisch-Theologischen Fakultät unter Leitung von Prof. Dr. Traugott Jähnichen und dem Leiter des Eine-Welt-Zentrums Herne, Pfarrer Martin Domke, eine Studienreise nach Ruanda und in den Ost-Kongo. Im Mittelpunkt der Reise nach Ruanda standen Gespräche über die Anbahnung einer Partnerschaft zwischen unserer Fakultät und der theologischen Fakultät der Protestantischen Universität von Ruanda in Butare sowie ein von beiden Fakultäten initiierter Dietrich-Bonhoeffer-Workshop.

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African Christian Theologies and the Impact of the Reformation

In Zusammenarbeit mit der Universität PIASS in Huye/Ruanda und der Presbyterianischen Kirche Ruanda veranstaltete der Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre 2016 ein Symposion zum Thema "African Christian Theologies and the Impact of the Reformation".
Heinrich Bedford-Strohm, Tharcisse Gatwa, Traugott Jähnichen und Elisée Musemakweli haben kürzlich die Beiträge der Tagung in einem Band der Reihe "Theology in the Public Square" veröffentlicht.

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Die Ethik Martin Luthers

Der evangelische Glaube soll sich im Alltag der Welt bewähren. Luther hat in Abgrenzung zu jedem monastischen Ideal – so das klassische Urteil Wilhelm Diltheys – ein „menschlich volles Ideal“ proklamiert, „welches die ganze menschliche Lebendigkeit in das religiöse Verhältnis aufnimmt und in ihm zur christlichen Vollkommenheit erhebt“. Obwohl Luthers Wirkung sowohl auf die individuelle Lebensführung als auch auf die gesellschaftlichen Ordnungen unbestritten ist, kommt ihm für die protestantische Ethik eine eher geringe Bedeutung zu. Seit der Reformationszeit warf man ihm immer wieder vor, dass seine Theologie letztlich die Ethik überflüssig mache. Luther habe das Gewicht so sehr auf den Glauben gelegt, dass alle Werke und Leistungen des Menschen ohne Bedeutung zu sein scheinen. Demgegenüber zeigt dieser Band, dass sich die Grundstrukturen, die Umrisse und die Arbeitsweise seiner Ethik deutlich konturieren und exemplarisch auf heutige ethische Diskurse anwenden lassen.

Luther war Schrifttheologe in dezidiertem Sinn. Daher begleitet die angemessene Rezeption und theologische Verarbeitung biblischer Normen sowie die Auseinandersetzung mit ihrer missbräuchlichen Verwendung die theologische Entfaltung seiner normativen Begründungen. Ethik ist insofern stets Teil einer Hermeneutik der biblischen Orientierungen. Sie lässt sich nicht in ein Schema von Prinzipien fassen. Luthers Ethik ist vielmehr als eine „inventionale Ethik“ zu verstehen, die aus ihrem religiösen Selbstverständnis heraus schöpferisch mit vorgegebenen Normen umgeht wie auch neue Normen entwickelt.

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Neues Projekt - Wie der Alltag behinderter Menschen aussah

In den Bethel-Einrichtungen wohnen und arbeiten gesunde und kranke Menschen zusammen. Wie lebte es sich früher dort?
Wie sich der Alltag von Menschen mit Behinderungen zwischen 1924 und 1949 in den Bethel-Einrichtungen gestaltete, beleuchtet ein neues Projekt an der Ruhr-Universität Bochum. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Vorhaben am Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre unter Leitung von Prof. Dr. Traugott Jähnichen mit 330.000 Euro für drei Jahre. Ab September 2017 wird Dr. Uwe Kaminsky, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Ruhr-Universität, überlieferte Akten auswerten.

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